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Das große Ayurveda Handbuch


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Ragan Tanger

Das große Ayurveda Handbuch Die Essenz der Quelle Ayurveda bedeutet wörtlich das Wissen vom Leben, eine umgangssprachliche Bezeichnung gleichen Wortlautes kennen wir auch in Europa. Das savoir vivre der Franzosen meint aber etwas ganz anderes. Während das hiesige, sich auf müßiges, saloppes und bohemisches Simpel-Tun bezieht, das den exaltierten Anforderungen der Moderne einen berechtigten Riegel vorsetzen will, handelt es sich bei der alten Sanskritübersetzung um deutlich mehr. Ayurveda ist die älteste überlieferte, ganzheitliche Heilkunde, die in ihren Dimensionen, Auswirkungen, Überlieferungen und Möglichkeiten weder in eine Rezension, noch in ein Buch passt. Es ist die Kraftquelle indischer Geschichte schlechthin und nur der, der den Praktikern begegnet ist, der die körperlichen Massagen empfangen und der die wohlzubereiteten Speisen probiert hat, wird die Kraft mit einem Leuchten in den Augen bestätigen können. Das wohl umfassendste und bedeutendste Basiswerk in Deutschland aller ayurvedischen Anwendungsbereiche kommt aus dem Windpferd-Verlag, wo es bereits mehrere Auflagen verbuchen konnte und das mit seinem Volumen und seiner tatsächlich effektiven Kraft zu überzeugen weiß. Maya Tiwari ist die Protagonistin dieser großartigen Lehre, überzeugte sie doch nicht nur die Öffentlichkeit, sondern in erster Linie sich selbst, als sie mit Hilfe eben jener spirituellen Stärke, die aus dieser Lehre erwächst, von einer Krebserkrankung genas. Zahlreiche spirituelle Auszeichnungen und Buchpublikationen haben aber dennoch nicht zu einer irgendeiner Art der Überheblichkeit geführt; die Einleitung, die sie bewusst von Freunden schreiben ließ, die Aufmachung und ihr Schreibstil portraitieren eine selbstbewusste, aber bescheidene und mit den kosmischen Kräften stark verbundene Autorin. Die Gunas, die kosmischen Prinzipien, werden einleitend ebenso vorgestellt wie die Doshas, die Körpersäfte, die das Gleichgewicht der Menschen regulieren und die je nach Konstitution und Typ in unterschiedlicher Kombination vorhanden sind. Jene individuelle Besonderheit macht in Therapie und Praxis aller Anwendungen (Ernährung, Physiologie etc.) die entscheidende Bedeutung aus. Nicht jeder Typ verträgt bei einer gleichen Krankheit die gleichen Suppen oder Therapeutika. Ein unschätzbarer Wissensfundus, der auf die jeweilige Person entschieden Rücksicht nimmt und ein krasser Gegensatz zu der westlichen, kollektiven Kausalätiologie ist, die, wie nicht zu übersehen, ins spirituelle und physische Chaos führt. Intensiv werden die Doshas auf den ersten hundert Seiten mit anderen grundsätzlichen Ayurvedaprinzipien wie Jahreszeiten oder Körperkonstitution in Verbindung gebracht. Darauf aufbauend werden Verjüngungs-Sadhanas vorgestellt und detailliert beschrieben; dazu gehören Massagen, Einfettungen und Ölungen (meines Erachtens etwas unglücklich mit Liebestherapie übersetzt) und Schwitztherapien. Reinigungsangebote und Ernährungsvorschläge bekommen beide aufgrund ihrer Wichtigkeit lange und ausführliche Kapitel. Ein sehr umfangreiches Glossar mit Rezepten, Bezugsquellen, Techniken und Ausstattungshinweisen beschließt dieses Buch umfassend und verständlich. Maya Tiwari ist ein Brahmacharini, eine Frau, die ihr Studium den Veden widmet, und die traditionell und ausführlich diese Lehren lebt und weitergibt. Alles, von der richtigen Bekleidung, der korrekten Frisur, den Aufsteh- und Zubettgehzeiten oder Purgiertechniken wird hier vorgestellt. Der westliche Anwender tut gut daran, dies als Hinweis und Vorschläge, nicht als dogmatische Notwendigkeiten zu betrachten. Geht man so vor, hat man einen großen Schatz in den Händen, an dem man sein Leben lang seine Freude haben wird und an dem man sich Stück für Stück weiterentwickeln kann, um die Wissenschaft des Lebens zu vervollständigen.

Die Essenz der Quelle

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Ayurveda bedeutet wörtlich das Wissen vom Leben, eine umgangssprachliche Bezeichnung gleichen Wortlautes kennen wir auch in Europa. Das savoir vivre der Franzosen meint aber etwas ganz anderes. Während das hiesige, sich auf müßiges, saloppes und bohemisches Simpel-Tun bezieht, das den exaltierten Anforderungen der Moderne einen berechtigten Riegel vorsetzen will, handelt es sich bei der alten Sanskritübersetzung um deutlich mehr. Ayurveda ist die älteste überlieferte, ganzheitliche Heilkunde, die in ihren Dimensionen, Auswirkungen, Überlieferungen und Möglichkeiten weder in eine Rezension, noch in ein Buch passt. Es ist die Kraftquelle indischer Geschichte schlechthin und nur der, der den Praktikern begegnet ist, der die körperlichen Massagen empfangen und der die wohlzubereiteten Speisen probiert hat, wird die Kraft mit einem Leuchten in den Augen bestätigen können.

Das wohl umfassendste und bedeutendste Basiswerk in Deutschland aller ayurvedischen Anwendungsbereiche kommt aus dem Windpferd-Verlag, wo es bereits mehrere Auflagen verbuchen konnte und das mit seinem Volumen und seiner tatsächlich effektiven Kraft zu überzeugen weiß. Maya Tiwari ist die Protagonistin dieser großartigen Lehre, überzeugte sie doch nicht nur die Öffentlichkeit, sondern in erster Linie sich selbst, als sie mit Hilfe eben jener spirituellen Stärke, die aus dieser Lehre erwächst, von einer Krebserkrankung genas. Zahlreiche spirituelle Auszeichnungen und Buchpublikationen haben aber dennoch nicht zu einer irgendeiner Art der Überheblichkeit geführt; die Einleitung, die sie bewusst von Freunden schreiben ließ, die Aufmachung und ihr Schreibstil portraitieren eine selbstbewusste, aber bescheidene und mit den kosmischen Kräften stark verbundene Autorin.

Die Gunas, die kosmischen Prinzipien, werden einleitend ebenso vorgestellt wie die Doshas, die Körpersäfte, die das Gleichgewicht der Menschen regulieren und die je nach Konstitution und Typ in unterschiedlicher Kombination vorhanden sind. Jene individuelle Besonderheit macht in Therapie und Praxis aller Anwendungen (Ernährung, Physiologie etc.) die entscheidende Bedeutung aus. Nicht jeder Typ verträgt bei einer gleichen Krankheit die gleichen Suppen oder Therapeutika. Ein unschätzbarer Wissensfundus, der auf die jeweilige Person entschieden Rücksicht nimmt und ein krasser Gegensatz zu der westlichen, kollektiven Kausalätiologie ist, die, wie nicht zu übersehen, ins spirituelle und physische Chaos führt.

Intensiv werden die Doshas auf den ersten hundert Seiten mit anderen grundsätzlichen Ayurvedaprinzipien wie Jahreszeiten oder Körperkonstitution in Verbindung gebracht. Darauf aufbauend werden Verjüngungs-Sadhanas vorgestellt und detailliert beschrieben; dazu gehören Massagen, Einfettungen und Ölungen (meines Erachtens etwas unglücklich mit Liebestherapie übersetzt) und Schwitztherapien. Reinigungsangebote und Ernährungsvorschläge bekommen beide aufgrund ihrer Wichtigkeit lange und ausführliche Kapitel. Ein sehr umfangreiches Glossar mit Rezepten, Bezugsquellen, Techniken und Ausstattungshinweisen beschließt dieses Buch umfassend und verständlich.

Maya Tiwari ist ein Brahmacharini, eine Frau, die ihr Studium den Veden widmet, und die traditionell und ausführlich diese Lehren lebt und weitergibt. Alles, von der richtigen Bekleidung, der korrekten Frisur, den Aufsteh- und Zubettgehzeiten oder Purgiertechniken wird hier vorgestellt. Der westliche Anwender tut gut daran, dies als Hinweis und Vorschläge, nicht als dogmatische Notwendigkeiten zu betrachten. Geht man so vor, hat man einen großen Schatz in den Händen, an dem man sein Leben lang seine Freude haben wird und an dem man sich Stück für Stück weiterentwickeln kann, um die Wissenschaft des Lebens zu vervollständigen.

geschrieben am 05.10.2010 | 502 Wörter | 3279 Zeichen

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