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Gewürze: Aromen kombinieren, Kochen perfektionieren


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Rezension von

Adrian Witt

Gewürze: Aromen kombinieren, Kochen perfektionieren Als Christoph Kolumbus im Jahr 1492 gen Westen aufbrach, ging es ihm in erster Linie nicht darum, mit der (Wieder-)Entdeckung Amerikas bisher unerschlossene Gebiete für die spanische Krone zu erobern. Vielmehr wollte er einen Seeweg nach Indien finden, um einen leichteren Zugang zu den heiß begehrten Gewürzen Asiens zu erlangen, die seinerzeit mit Gold aufgewogen wurden. Der Handel mit Indien und dem Kaiserreich China war für Europa bereits seit der Antike von großer Bedeutung, da von dort wertvolle Güter wie Seide und Gewürze bezogen werden konnten. Letztere wurden zum Würzen von Speisen aber auch zum Konservieren benötigt und wurden nicht selten auch als Arzneimittel verwendet. Doch seit etwa Mitte des 14. Jahrhunderts zwängte sich allmählich das erstarkende Osmanische Reich zwischen Europa und den fernen Osten. Diese Entwicklung hatte zur Folge, dass die Landwege für den Handel nicht mehr offen standen, während für die begehrten Luxusgüter fortan hohe Zölle gezahlt werden mussten. Die Portugiesen versuchten dieses Problem zu umgehen, indem sie eine Seeroute nach Indien südostwärts um Afrika herum suchten, wobei große Teile der afrikanischen Küste erkundet wurden. Christoph Kolumbus entdeckte für sich jedoch die Idee einer Westroute nach Ostasien wieder, die bis zurück auf den griechischen Universalgelehrten Aristoteles zurückgeht. Die Reise, die er damals mit den drei Schiffen Santa Maria, Niña und Pinta unternahm, sollte die Welt nachhaltig verändern und dem große Zeitalter der Entdeckungen einen neuen Schub verleihen. Mit der Veröffentlichung des Buches „Gewürze – Aromen kombinieren, Kochen perfektionieren“ des Wissenschafts- und Gesundheitsautoren Dr. Stuart Farrimond im Dorling Kinderley Verlag liegt zwar keine Publikation im kulturhistorischen Sinne vor. Dennoch lässt sich auch diesem besonderen Werk die historische und kulturstiftende Bedeutung von Gewürzen entnehmen, die sich vor allem in der Esskultur und den verschiedenen Speisen der Kulturen auf unserem Planeten manifestiert hat. So kann die richtige Gewürzkombination den Geschmack eines Gerichts ins Unermessliche steigern, ein anderes Gewürz das Rezept grundlegend verändern und die falsche Wahl es ungenießbar machen. In diesem Kontext erweist sich das 224 Seiten umfassende Buch als hilfreiches Nachschlagewerk einer jeden Küchenbibliothek, da es nicht nur eine schlichte Übersicht der am häufigsten verwendeten Gewürze gibt, sondern auch Hintergründe erläutern und Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Gewürzen aufzeigt, die vielen Laien häufig nicht bewusst sind. Beginnend mit den Grundlagen, in dessen Rahmen erklärt wird, was die charakteristischen Merkmale von einem Gewürz sind und was es mit Gewürzen und ihre Aromaverbindungen auf sich hat, hat der Autor die Gewürze nach ihren chemischen Gemeinsamkeiten in zwölf Gruppen eingeteilt und diese anschließend in einem eigens dafür erstellten „Periodensystem der Gewürze“ zusammengefasst. Danach widmet sich noch eine Doppelseite dem Thema, wie sich die verschiedenen Gewürze miteinander kombinieren und mischen lassen, ohne das dabei der Geschmack der zubereiteten Speise einen Schaden nimmt. Unterteilt in die sieben Regionen „Naher Osten“, „Afrika“, „Südasien“, „Südostasien“, „Ostasien“, „Amerika“ und „Europa“ werden im nächsten Schritt über 40 Portraits von Regionen und deren typische Gewürze sowie anschließend 60 Gewürze aus aller Welt im Portrait detailliert vorgestellt. Dabei wird nicht nur auf die Pflanzen, ihre Herkunft und deren Anbau Bezug genommen, sondern auch Einblick in die Geschmacksnuancen der Gewürze gewährt und zudem im übersichtlich gestalteten Layout erklärt, mit welchen anderen Gewürzen sich das jeweils auf einer Doppelseite vorgestellte Gewürz sehr gut kombinieren lässt und was mit Blick auf die Zutaten gut zu ihnen passt, wenn es ums spätere Kochen geht. Doch auch in kulinarischer Hinsicht hat das Nachschlagewerk einiges zu bieten. Denn die mehr als 65 Rezepte für Gewürzmischungen und Foor-Pairing-Gerichte sollten für eine Abwechslung des bisher gewohnten Speiseplans sowie neue Geschmackserlebnisse in der heimischen Küche sorgen. Warum mache Gewürze gut zueinanderpassen, andere dagegen nicht kombiniert werden sollten und wie man die perfekte Gewürzmischung erstellt, um bei der Zubereitung der nächsten Mahlzeit neue Geschmackseindrücke entstehen zu lassen, erklärt Dr. Stuart Farrimond in diesem Buch mit viel Liebe zum Detail. Das eigens von ihm entworfene Periodensystem der Gewürze sowie die verschiedenen Portraits verschaffen einen informativen Überblick über die Welt der Gewürze und eröffnen zugleich beim Kochen ganz neue Möglichkeiten, den Gaumen mit neuen Geschmackserlebnissen zu kitzeln.

Als Christoph Kolumbus im Jahr 1492 gen Westen aufbrach, ging es ihm in erster Linie nicht darum, mit der (Wieder-)Entdeckung Amerikas bisher unerschlossene Gebiete für die spanische Krone zu erobern. Vielmehr wollte er einen Seeweg nach Indien finden, um einen leichteren Zugang zu den heiß begehrten Gewürzen Asiens zu erlangen, die seinerzeit mit Gold aufgewogen wurden.

Der Handel mit Indien und dem Kaiserreich China war für Europa bereits seit der Antike von großer Bedeutung, da von dort wertvolle Güter wie Seide und Gewürze bezogen werden konnten. Letztere wurden zum Würzen von Speisen aber auch zum Konservieren benötigt und wurden nicht selten auch als Arzneimittel verwendet. Doch seit etwa Mitte des 14. Jahrhunderts zwängte sich allmählich das erstarkende Osmanische Reich zwischen Europa und den fernen Osten. Diese Entwicklung hatte zur Folge, dass die Landwege für den Handel nicht mehr offen standen, während für die begehrten Luxusgüter fortan hohe Zölle gezahlt werden mussten. Die Portugiesen versuchten dieses Problem zu umgehen, indem sie eine Seeroute nach Indien südostwärts um Afrika herum suchten, wobei große Teile der afrikanischen Küste erkundet wurden. Christoph Kolumbus entdeckte für sich jedoch die Idee einer Westroute nach Ostasien wieder, die bis zurück auf den griechischen Universalgelehrten Aristoteles zurückgeht. Die Reise, die er damals mit den drei Schiffen Santa Maria, Niña und Pinta unternahm, sollte die Welt nachhaltig verändern und dem große Zeitalter der Entdeckungen einen neuen Schub verleihen.

Mit der Veröffentlichung des Buches „Gewürze – Aromen kombinieren, Kochen perfektionieren“ des Wissenschafts- und Gesundheitsautoren Dr. Stuart Farrimond im Dorling Kinderley Verlag liegt zwar keine Publikation im kulturhistorischen Sinne vor. Dennoch lässt sich auch diesem besonderen Werk die historische und kulturstiftende Bedeutung von Gewürzen entnehmen, die sich vor allem in der Esskultur und den verschiedenen Speisen der Kulturen auf unserem Planeten manifestiert hat. So kann die richtige Gewürzkombination den Geschmack eines Gerichts ins Unermessliche steigern, ein anderes Gewürz das Rezept grundlegend verändern und die falsche Wahl es ungenießbar machen. In diesem Kontext erweist sich das 224 Seiten umfassende Buch als hilfreiches Nachschlagewerk einer jeden Küchenbibliothek, da es nicht nur eine schlichte Übersicht der am häufigsten verwendeten Gewürze gibt, sondern auch Hintergründe erläutern und Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Gewürzen aufzeigt, die vielen Laien häufig nicht bewusst sind. Beginnend mit den Grundlagen, in dessen Rahmen erklärt wird, was die charakteristischen Merkmale von einem Gewürz sind und was es mit Gewürzen und ihre Aromaverbindungen auf sich hat, hat der Autor die Gewürze nach ihren chemischen Gemeinsamkeiten in zwölf Gruppen eingeteilt und diese anschließend in einem eigens dafür erstellten „Periodensystem der Gewürze“ zusammengefasst. Danach widmet sich noch eine Doppelseite dem Thema, wie sich die verschiedenen Gewürze miteinander kombinieren und mischen lassen, ohne das dabei der Geschmack der zubereiteten Speise einen Schaden nimmt. Unterteilt in die sieben Regionen „Naher Osten“, „Afrika“, „Südasien“, „Südostasien“, „Ostasien“, „Amerika“ und „Europa“ werden im nächsten Schritt über 40 Portraits von Regionen und deren typische Gewürze sowie anschließend 60 Gewürze aus aller Welt im Portrait detailliert vorgestellt. Dabei wird nicht nur auf die Pflanzen, ihre Herkunft und deren Anbau Bezug genommen, sondern auch Einblick in die Geschmacksnuancen der Gewürze gewährt und zudem im übersichtlich gestalteten Layout erklärt, mit welchen anderen Gewürzen sich das jeweils auf einer Doppelseite vorgestellte Gewürz sehr gut kombinieren lässt und was mit Blick auf die Zutaten gut zu ihnen passt, wenn es ums spätere Kochen geht. Doch auch in kulinarischer Hinsicht hat das Nachschlagewerk einiges zu bieten. Denn die mehr als 65 Rezepte für Gewürzmischungen und Foor-Pairing-Gerichte sollten für eine Abwechslung des bisher gewohnten Speiseplans sowie neue Geschmackserlebnisse in der heimischen Küche sorgen.

Warum mache Gewürze gut zueinanderpassen, andere dagegen nicht kombiniert werden sollten und wie man die perfekte Gewürzmischung erstellt, um bei der Zubereitung der nächsten Mahlzeit neue Geschmackseindrücke entstehen zu lassen, erklärt Dr. Stuart Farrimond in diesem Buch mit viel Liebe zum Detail. Das eigens von ihm entworfene Periodensystem der Gewürze sowie die verschiedenen Portraits verschaffen einen informativen Überblick über die Welt der Gewürze und eröffnen zugleich beim Kochen ganz neue Möglichkeiten, den Gaumen mit neuen Geschmackserlebnissen zu kitzeln.

geschrieben am 08.01.2022 | 662 Wörter | 4042 Zeichen

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