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Universum: Die große Bild-Enzyklopädie


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Rezension von

Adrian Witt

Universum: Die große Bild-Enzyklopädie Seit jeher haben die Menschen zum Sternenhimmel geschaut und versucht, vom Funkeln der Sterne und ihrer Farbenpracht fasziniert, eine Erklärung für all das zu finden. Viele der Erklärungsversuche sind uns noch heute durch alte Erzählungen und Mythen bekannt. Doch noch immer gibt es eine ganze Reihe von Fragen, die uns beschäftigen: Was ist noch da draußen? Wie ist all das entstanden? Wo kommen wir her? Es ist die Neugierde, die den Menschen treibt und immer wieder aufs Neue über sich hinauswachsen lässt – vom ersten Flug der Luftfahrtgeschichte bis zu jenem denkwürdigen Tag im Jahr 1969, an dem der erste Mensch den Mond betrat. Aus dem tiefen Bedürfnis heraus, das Unbekannte greifbar und damit für uns auch verständlich zu machen, haben wir in den letzten 70 Jahren ungeheure technische Fortschritte gemacht, mit deren Hilfe wir heute immer weiter in die Tiefen des Weltraums vorstoßen können. Und genau an diesen Forscherdrang richtete sich die wohl berühmteste Rede des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy zur Mondmission von 1962: „Nun der Weltraum ist da und wir haben vor ihn zu erobern. Und auch der Mond und die Planeten sind da, ebenso wie neue Hoffnungen auf Wissen und Frieden. Und daher erbitten wir Gottes Segen, während wir die Segel setzen und aufbrechen zu dem riskantesten und gefährlichsten und größten Abenteuer, zu dem sich je ein Mensch aufgemacht hat.“ Doch ganz gleich wie viele Raumsonden wir ins All schicken und wie viele Teleskope wir auf die Sterne richten: Wir werden wohl niemals im Stande sein, die unfassbare Größe des Universums in seiner Gesamtheit zu erfassen. Allerdings ist dies auch nicht nötig, da die unmittelbare Nachbarschaft unseres Sonnensystems noch genügend Unbekanntes bereithält, das es von uns zu entdecken und erforschen gilt. In der Tradition eines umfassenden themenbezogenen Nachschlagewerks ist hierzu nun im Dorling Kindersley Verlag mit der Enzyklopädie „Universum“ eine beeindruckende Publikation über den Kosmos erschienen, für die der bekannte Astronom und Professor am Trinity College in Cambridge, Martin Rees, als Herausgeber eine Autorenschaft aus elf Fachkollegen und Wissenschaftsjournalisten zusammengestellt hat. Das Ergebnis ihres Zusammenwirkens ist eine faszinierende und zugleich auch bildgewaltige Reise durch unser Universum, das auf 528 Seiten auf die Geschichte der Astronomie, die Raumfahrt sowie die Entstehung des Alls eingeht. Dabei erhalten die Leser neben Himmelskarten, die die Sternenkonstellationen Monat für Monat zeigen, und spannende Zusatzinformationen zu den verschiedensten Fachdisziplinen auch Einblicke in die komplizierte Natur der elementaren Bausteine des Universums. So wird nicht nur anschaulich erklärt, was Licht ist, was man unter Materie versteht oder was es mit den Elementarteilchen auf sich hat. Auf diese Weise gelingt es den Autoren im Zuge des Bildbandes ein genaues und umfassendes Bild des Kosmos wiederzugeben, das aus einer Fülle an Informationen besteht, die trotz ihrer wissenschaftlichen Tiefe in lesefreundlichen und auch für Laien verständlichen Texten erfasst sind. In diesem Kontext ist die Bild-Enzyklopädie in drei Primärkapitel gegliedert, die ihrerseits wiederum aus verschiedenen Unterkapiteln bestehen. Das erste Kapitel, das den Titel „Das All und seine Erforschung“ trägt, beschäftigt sich inhaltlich mit den astrophysikalischen Grundlagen, wobei auf die wichtigsten Theorien zur Entstehung und dem möglichen Ende des uns bekannten Universums sowie zu den im Weltall befindlichen Objekten eingegangen wird. Dabei kommen nicht nur Größenordnungen im All und die verschiedenen astronomischen Objekte zur Sprache, sondern auch Themenbereiche wie der Aufbau der Materie, Informationen zur kosmischen Strahlung, die Himmelsmechanik sowie Raum und Zeit. Zudem findet sich hier ein Abschnitt über die Erde und wie ihre Bewegung im kosmischen Gefüge unser Bild des Alls beeinflusst sowie eine kurze Geschichte der Astronomie und Raumfahrt. Demgegenüber findet sich im zweiten Kapitel, das sich inhaltlich dem Weltraum widmet, ein Überblick über unser Sonnensystem, die Milchstraße, und alles, was jenseits unserer eigenen Galaxie liegt. Ausgangspunkt der hier von den Autoren angedachten Reise durch den Weltraum ist unser eigenes Sternensystem, wobei ihr Fortschreiten mit jeder Seite mit dem Herauszoomen aus einem Bild vergleichbar ist. In diesem Zusammenhang stechen vor allem die genauen Beschreibungen der verschiedenen Himmelskörper in unserem Sonnensystem hervor, die durch ihre Detailtiefe ins Auge fallen. Doch auch das Unterkapitel über die Milchstraße, unserer Galaxie, ist an dieser Stelle eine Erwähnung wert, zumal hier unter anderem auf die verschiedenen Sternentypen und ihre Lebenszyklen, kosmische Nebel sowie Sternenhaufen Bezug genommen wird. Im dritten und letzten Kapitel der Publikation steht wiederum der Blick zum Nachthimmel im Fokus, wobei sich die in diesem Kapitel festgehaltenen Ausführungen primär an Hobby-Astrologen richtet. Dabei werden den Lesern auf rund 150 Seiten nicht nur allgemeine Himmelskarten geboten und alle Sternenbilder vorgestellt, sondern auch auf monatliche Sternenkarten und ihre Konstellationen, von der nördlichen und südlichen Hemisphäre, für die Jahre zwischen 2021 und 2027 eingegangen. Ein Glossar und ein umfangreiches Register schließen das Mammutwerk ab. Mit der Veröffentlichung der Bild-Enzyklopädie „Universum“ ist erneut im Dorling Kindersley Verlag ein umfangreiches Kompendium erschienen, das bildgewaltig und überaus detailreich gestaltet den Kosmos mit all seinen Facetten in didaktisch hervorragender Weise zu vermitteln weiß. Die Vielzahl der in der Publikation festgehaltenen gestalterischen und grafischen Elemente sowie die Bebilderung können bei der Wissensvermittlung ebenso überzeugen, wie die Themen- und Informationskästen, die u. a. vertiefendes Hintergrundwissen zu Biografien bedeutender Wissenschaftler (Astronomen, Mathematiker, Physiker, usw.) oder auch der Pioniere der Raumfahrt vermitteln. Auch wenn der Preis von 49,95 Euro auf den ersten Blick vergleichsweise hoch erscheinen mag, so kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Publikation das Potential eines wissenschaftlich fundierten Standardwerks hat, das gleichsam als Einstiegs- und Nachschlagewerk interessierten Lesern für lange Zeit eine große Freude bereiten sollte.

Seit jeher haben die Menschen zum Sternenhimmel geschaut und versucht, vom Funkeln der Sterne und ihrer Farbenpracht fasziniert, eine Erklärung für all das zu finden. Viele der Erklärungsversuche sind uns noch heute durch alte Erzählungen und Mythen bekannt. Doch noch immer gibt es eine ganze Reihe von Fragen, die uns beschäftigen: Was ist noch da draußen? Wie ist all das entstanden? Wo kommen wir her?

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Es ist die Neugierde, die den Menschen treibt und immer wieder aufs Neue über sich hinauswachsen lässt – vom ersten Flug der Luftfahrtgeschichte bis zu jenem denkwürdigen Tag im Jahr 1969, an dem der erste Mensch den Mond betrat. Aus dem tiefen Bedürfnis heraus, das Unbekannte greifbar und damit für uns auch verständlich zu machen, haben wir in den letzten 70 Jahren ungeheure technische Fortschritte gemacht, mit deren Hilfe wir heute immer weiter in die Tiefen des Weltraums vorstoßen können. Und genau an diesen Forscherdrang richtete sich die wohl berühmteste Rede des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy zur Mondmission von 1962: „Nun der Weltraum ist da und wir haben vor ihn zu erobern. Und auch der Mond und die Planeten sind da, ebenso wie neue Hoffnungen auf Wissen und Frieden. Und daher erbitten wir Gottes Segen, während wir die Segel setzen und aufbrechen zu dem riskantesten und gefährlichsten und größten Abenteuer, zu dem sich je ein Mensch aufgemacht hat.“ Doch ganz gleich wie viele Raumsonden wir ins All schicken und wie viele Teleskope wir auf die Sterne richten: Wir werden wohl niemals im Stande sein, die unfassbare Größe des Universums in seiner Gesamtheit zu erfassen. Allerdings ist dies auch nicht nötig, da die unmittelbare Nachbarschaft unseres Sonnensystems noch genügend Unbekanntes bereithält, das es von uns zu entdecken und erforschen gilt.

In der Tradition eines umfassenden themenbezogenen Nachschlagewerks ist hierzu nun im Dorling Kindersley Verlag mit der Enzyklopädie „Universum“ eine beeindruckende Publikation über den Kosmos erschienen, für die der bekannte Astronom und Professor am Trinity College in Cambridge, Martin Rees, als Herausgeber eine Autorenschaft aus elf Fachkollegen und Wissenschaftsjournalisten zusammengestellt hat. Das Ergebnis ihres Zusammenwirkens ist eine faszinierende und zugleich auch bildgewaltige Reise durch unser Universum, das auf 528 Seiten auf die Geschichte der Astronomie, die Raumfahrt sowie die Entstehung des Alls eingeht. Dabei erhalten die Leser neben Himmelskarten, die die Sternenkonstellationen Monat für Monat zeigen, und spannende Zusatzinformationen zu den verschiedensten Fachdisziplinen auch Einblicke in die komplizierte Natur der elementaren Bausteine des Universums. So wird nicht nur anschaulich erklärt, was Licht ist, was man unter Materie versteht oder was es mit den Elementarteilchen auf sich hat. Auf diese Weise gelingt es den Autoren im Zuge des Bildbandes ein genaues und umfassendes Bild des Kosmos wiederzugeben, das aus einer Fülle an Informationen besteht, die trotz ihrer wissenschaftlichen Tiefe in lesefreundlichen und auch für Laien verständlichen Texten erfasst sind. In diesem Kontext ist die Bild-Enzyklopädie in drei Primärkapitel gegliedert, die ihrerseits wiederum aus verschiedenen Unterkapiteln bestehen. Das erste Kapitel, das den Titel „Das All und seine Erforschung“ trägt, beschäftigt sich inhaltlich mit den astrophysikalischen Grundlagen, wobei auf die wichtigsten Theorien zur Entstehung und dem möglichen Ende des uns bekannten Universums sowie zu den im Weltall befindlichen Objekten eingegangen wird. Dabei kommen nicht nur Größenordnungen im All und die verschiedenen astronomischen Objekte zur Sprache, sondern auch Themenbereiche wie der Aufbau der Materie, Informationen zur kosmischen Strahlung, die Himmelsmechanik sowie Raum und Zeit. Zudem findet sich hier ein Abschnitt über die Erde und wie ihre Bewegung im kosmischen Gefüge unser Bild des Alls beeinflusst sowie eine kurze Geschichte der Astronomie und Raumfahrt. Demgegenüber findet sich im zweiten Kapitel, das sich inhaltlich dem Weltraum widmet, ein Überblick über unser Sonnensystem, die Milchstraße, und alles, was jenseits unserer eigenen Galaxie liegt. Ausgangspunkt der hier von den Autoren angedachten Reise durch den Weltraum ist unser eigenes Sternensystem, wobei ihr Fortschreiten mit jeder Seite mit dem Herauszoomen aus einem Bild vergleichbar ist. In diesem Zusammenhang stechen vor allem die genauen Beschreibungen der verschiedenen Himmelskörper in unserem Sonnensystem hervor, die durch ihre Detailtiefe ins Auge fallen. Doch auch das Unterkapitel über die Milchstraße, unserer Galaxie, ist an dieser Stelle eine Erwähnung wert, zumal hier unter anderem auf die verschiedenen Sternentypen und ihre Lebenszyklen, kosmische Nebel sowie Sternenhaufen Bezug genommen wird. Im dritten und letzten Kapitel der Publikation steht wiederum der Blick zum Nachthimmel im Fokus, wobei sich die in diesem Kapitel festgehaltenen Ausführungen primär an Hobby-Astrologen richtet. Dabei werden den Lesern auf rund 150 Seiten nicht nur allgemeine Himmelskarten geboten und alle Sternenbilder vorgestellt, sondern auch auf monatliche Sternenkarten und ihre Konstellationen, von der nördlichen und südlichen Hemisphäre, für die Jahre zwischen 2021 und 2027 eingegangen. Ein Glossar und ein umfangreiches Register schließen das Mammutwerk ab.

Mit der Veröffentlichung der Bild-Enzyklopädie „Universum“ ist erneut im Dorling Kindersley Verlag ein umfangreiches Kompendium erschienen, das bildgewaltig und überaus detailreich gestaltet den Kosmos mit all seinen Facetten in didaktisch hervorragender Weise zu vermitteln weiß. Die Vielzahl der in der Publikation festgehaltenen gestalterischen und grafischen Elemente sowie die Bebilderung können bei der Wissensvermittlung ebenso überzeugen, wie die Themen- und Informationskästen, die u. a. vertiefendes Hintergrundwissen zu Biografien bedeutender Wissenschaftler (Astronomen, Mathematiker, Physiker, usw.) oder auch der Pioniere der Raumfahrt vermitteln. Auch wenn der Preis von 49,95 Euro auf den ersten Blick vergleichsweise hoch erscheinen mag, so kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Publikation das Potential eines wissenschaftlich fundierten Standardwerks hat, das gleichsam als Einstiegs- und Nachschlagewerk interessierten Lesern für lange Zeit eine große Freude bereiten sollte.

geschrieben am 11.12.2021 | 899 Wörter | 5456 Zeichen

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